Heimatstunde 2017 - Allein aus Glaube, allein aus Gnade – Die Einführung der Reformation in Biberach an der Riß 1517

Veranstaltung zum Schützenfest in Zusammenarbeit mit der Schützendirektion

Alles scheint wie immer. Den Alltag bestimmen Tradition und katholische Kirche. In der Politik der Reichsstadt Biberach haben allein die Patrizier das Sagen. Der Handel blüht – und die Gewinne sind (wieder mal) ungleich verteilt.
Doch neuerdings macht sich Unmut breit! Denn Veränderung liegt in der Luft: Ein neuer Kontinent ist entdeckt, die Könige Europas machen sich Hoffnung auf die Kaiserkrone des Reichs, der Papst ist schwach und das Abendland durch die Osmanen bedroht.
Da schlägt das Schicksal gewaltig zu: Nach dem großen Stadtbrand von 1516 ist in Biberach nichts mehr so wie zuvor. Umso lauter donnert im Jahr darauf der Anschlag von 95 Thesen eines gewissen Theologieprofessors an die Wittenberger Schlosskirche bis weit nach Oberschwaben hinein!
Höchst weltliche Intrigen um Macht, Ruhm und das leidige Geld begleiten die Einführung der Reformation in Biberach. Die Konflikte beim Wandel zur rein evangelischen Stadt zerreißen die Bürgerschaft schier – vom Verlust des halben städtischen Territoriums bis hin zur bewaffneten Auseinandersetzung im sogenannten Bauernkrieg. 
Am Ende nehmen die Biberacher ihr Schicksal selbst in die Hand und verbieten alle Traditionen der römischen Kirche. Nach dem Vorbild Ulms räumen auch sie ihre Gotteshäuser aus, auf dass keiner mehr durch die alten Götzenbilder vom Wort der wahren Lehre abgelenkt werde ...