SZ-Bericht zu Weihnachtssoirée 2017

Zauberhafte Geschichten und Gedichte

Bei der Weihnachtssoirée des Dramatischen Vereins herrschte festliche Stimmung

von Aylin Duran

BIBERACH - Zauberhafte Geschichten, amüsante Gedichte und Musik: Die Weihnachtssoirée des Dramatischen Vereins hat den Zuschauern am dritten Adventssonntag ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm geboten. Mit liebevoll arrangierter Raumdekoration, Wein und Gebäck entstand eine gemütliche und festliche Atmosphäre in der Biberacher Stadthalle.

Edeltraud Garlin hat die Gesamtleitung der Veranstaltung übernommen: "Ich mag die heimelige Atmosphäre sehr gerne", äußerte sie sich über die Weihnachtssorée. Vor allem die Dekoration trage einen großen Teil dazu bei, dese gemütliche und dennoch festliche Stimmung erzeugen zu können.

Am Abend der Soirée erstrahlte die Stadthalle in weihnachtlichem Glanz: Während lange Tischreihen mit Tannenzweigen sowie roten und silbernen Christbaumkugeln geschmückt waren, zierte die eine Hälfte des Raumes ein großer Weihnachtsbaum mit glitzernder Sternenspitze. Das Hauptgeschehen spielte sich jedoch auf der Bühne ab, welche die Veranstalter mit roten Weihnachtssternen, Tannenbäumen, Zweigen und großen Kerzen geschmückt hatten.

Zum Lachen und Nachdenken

Ein amüsiertes Lächeln, ein nachdenklicher Blick oder ein herzhaftes Lachen - die Mitglieder des Dramatischen Vereins verstanden es, ihre Zuhörer mit ihren Geschichten mitzureißen. Auf der Bühne nahmen sie auf einem großen Ohrensessel Platz, um die Zuschauer anschließend in andere Welten zu entführen.

Herzhaft lachten die Menschen über die Geschichte einer Tanne, die stets weiter gekürzt wurde und schließlich nur noch die richtige Größe für eine Mäusehöhle aufweisen konnte. Neben amüsanten Geschichten wie dieser regten die Mitglieder des Dramatischen Vereins ihre Zuschauer auch zum Nachdenken an: Schweigen kehrte ein, als die Kurzgeschichte "Das Großerbruderehrenwort" von Sabine Ludwigs vorgelesen wurde. Ein Junge bestaunt das Fernrohr seines älteren Bruders, der für die Weihnachtstage das Kriegsgebiet verlassen und heimkehren darf. Sein älterer Bruder verspricht ihm, das Fernrohr an ihn weiterzureichen, sobald er endgültig nicht mehr kämpfen muss. Sein "Großerbruderehrenwort" kann der Soldat jedoch nie einhalten: Er stirbt bei einem Bombenanschlag in Afghanistan.

Musikalische Darbietungen gab es von den Mitgliedern des Jagdhornbläserchors während dem zweiten Teil des Abends: Mit ihren Jagdhörnern erzählten sie den Zuschauern Geschichten vom Wild, dem Wald und der Jagd. "Die Jagdhörner sind zwar nicht für Weihnachtslieder gemacht, aber versuchen wollen wir es trotzdem", sagte Robert Wölfle.

Während die Kerzen herunterbrannten und sich die Teller mit Stollen leerten, hörten die Zuschauer aufmerksam den Geschichten über den Winter, den Wald und Weihnachten zu.

Keine heile Welt

Die Mischung zwischen anrührenden, lustigen und traurigen Erzählungen sind für Edeltraud Garlin eben das, was die Weihnachtssoirée des Dramatischen Vereins so besonders macht: "Bei normalen Weihnachtsfeiern wird oft auf heile Welt gemacht", sagte sie. "Ich brauche das ein bisschen sozialwirtschaftlich - aber so, dass niemand traurig nach Hause geht."