SZ-Bericht Hauptversammlung 2018

Edeltraud Garlin ist Ehrenmitglied im DRAM

(Biberach SZ) Der Dramatische Verein (Dram) Biberach hat Edeltraud Garlin bei seiner Hauptversammlung zum Ehrenmitglied ernannt. Bei den Wahlen wurde die Vorstandsspitze bestätigt.

Edeltraud Garlin beendete nach mehr als 40-jähriger Mitgliedschaft und Tätigkeit mit jungen Leuten ihre Ausschussarbeit. Nach der Laudatio durch den Vorsitzenden Manfred Buck erzählte sie in einer bewegenden Rede von ihren künstlerischen Anfängen, von einem Theaterwettbewerb, bei dem sie mit ihren Spielern den ersten Preis errang. Auf Vorschlag des Vorstands wurde sie von den anwesenden Mitgliedern einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt.

Für das Mitwirken bei 35 abendfüllenden Veranstaltungen erhielt Martin Schäffer die goldene Ehrennadel. Miriam Gutermann – sie scheidet aus dem Ausschuss aus – und Dieter Schmuker erhielten Blumensträuße als Dankeschön für ihre Arbeit.

Vorsitzender Buck blickte auf die Vereinsaktivitäten der abgelaufenen zwölf Monate zurück. So wurde das Shakespeare-Drama „Othello“, inszeniert von Spielleiter Thomas Laengerer, in mehreren ausverkauften Vorstellungen im Komödienhaus gezeigt. Nachdem Edeltraud Garlin im Vorjahr die Leitung der Heimatstunde zum Schützenfest nach 22 Jahren abgegeben hatte, übernahm Dieter Maucher diese Aufgabe. Seine Premiere behandelte das Thema „Reformation in Biberach“. Zu Silvester hatte Jan Sandel die groteske Komödie „Der nackte Wahnsinn“ inszeniert. Die jüngste Aktivität war die szenisch-choreografisch-bildnerische Collage „Ein Boot in der Küche“ mit Zeichnungen von Romane Holderried Kaesdorf und Textstellen verschiedener Dichter.

Kassierer Thomas Weber berichtete von einem Vereinsvermögen von derzeit knapp 147 000 Euro. Die Einnahmen lagen bei 82 000, die Ausgaben bei 93 000 Euro. Zahlungen an die Stadt (Hallenmiete) von 25 000 Euro standen Zuschüssen von 18 000 Euro gegenüber.

„Kleines Stadttheater“

Spielleiter Thomas Laengerer sprach rückblickend von einem „klasse Jahr“ und charakterisierte die Heimatstunde als „zu 100 Prozent unsere Seele“. Er sehe den Dram als „kleines Stadttheater“ für Biberach, nicht nur qualitativ, auch quantitativ. „Und alle verbindet die Lust am Miteinander“, so Laengerer. Vorsitzender Buck ergänzte: „Wir machen ganz viel richtig.“

Es entwickelte sich dann eine interessante Diskussion aus dem Publikum mit dem Vorstand über einen Vergleich der Jetztzeit mit den 90er-Jahren mit langen Aufführungsserien der großen Musicals wie „My Fair Lady“ mit 26 Aufführungen in zwei Jahren, „Im weißen Rössl“ (achtmal) oder „Anatevka“ (zwölfmal). Manfred Buck erläuterte, dass es heutzutage nicht mehr möglich sei, so viele Stadthallentermine wie vor 20 Jahren zu bekommen.

Der stellvertretende Vorsitzende Roland Boehm und der technische Leiter Martin Schäffer sprachen über ihre Arbeit, und auch die Vertreter der Ausschussbereiche stellten ihre Verantwortlichkeiten vor. Ausschussbeisitzer Dieter Maucher erzählte über Anpassungen und Veränderungen bei der Heimatstunde und über das Quellenstudium.

Folgende Veranstaltungen gibt es noch in diesem Jahr: Im Juli behandelt die Heimatstunde das Thema des Aufbegehrens der 68er-Generation in Biberach. Im Herbst spielt Gunther Dahinten das Solostück „Der Kontrabass“ von Patrick Süskind, die Regie ist noch offen. Emin Ahmeti wird für die Weihnachtssoiree verantwortlich zeichnen. Als Silvesterstück schreibt Thomas Laengerer das Musical „Berlin, Berlin“ zum 30. Jahrestag des Mauerfalls im November 1989.

Die Vorstandswahlen beim Dramatischen Verein erbrachten folgendes Ergebnis:

Manfred Buck, Vorsitzender; Roland Boehm, stellvertretender Vorsitzender; Thomas Weber, Kassierer; Thomas Laengerer, Spielleiter; Martin Schäffer, Technischer Leiter

Ausschüsse: Hanni Schurer (zuständig für Kostüme); Ruth Schmid, Nathalie Muhsau (Veranstaltungen); Günther Bilsky, Volker Angenbauer (Komödienhaus); Claudia Manall (Mitgliederbetreuung); Anke Leidig (Maske); Theresa Danielzik (Frisuren); Gabriele Starzinsky (Öffentlichkeitsarbeit); Petra Sontheimer (Jugendvertretung und Nachwuchsarbeit); Gerhard Miller (Archivarbeit). Die Position für Requisite bleibt vorläufig unbesetzt.

 

 

Edeltraud Garlin ist jetzt Ehrenmitglied des Dramatischen Vereins. Vorsitzender Manfred Buck überreicht ihr die Urkunde und einen Blumenstrauß (Foto: privat)